Jahresverlauf 2021

[30.07.2021] geballte Power
Zu dieser Jahreszeit stehen die Mähdrescher im Mittelpunkt? Ernte ist auch die Zeit der Bodenbearbeitung! Sobald abgeerntet ist, wird die kommende Ernte vorbereitet. Ob Saatbettbereitung für die anstehende Aussaat vom Raps oder der Zwischenfrüchte, Stoppelbearbeitung zur Wasserschonung und Keimung des ausgefallenen Erntegutes, der Boden muss bearbeitet werden. Im „Langfoto“ ist unser T9 aus verschiedenen Perspektiven bei der Bodenbearbeitung abgebildet. Die Werkzeuge mit 25 cm Arbeitstiefe sind auf 6 m Arbeitsbreite verteilt und „ankern“ den T9 trotz der satten 560 PS ordentlich. Im Moment der Fotoaufnahmen betrug der Schlupf bei 10 km/h Arbeitsgeschwindigkeit fast 10%. Der T9 hat mit dem Grubber ordentlich zu ziehen. Wir wollen uns nicht vorstellen, wenn in wenigen Jahren die politischen Entscheidungsträger und der Co2- Mainstream auf Elektroantrieb umstellen…

[21.07.2021] Besuch bei den 3. Klassen
In der letzten Schulwoche hatten wir die Möglichkeit, eine Unterrichtsstunde an der Grundschule Callenberg OT Langenberg zu gestalten. Thema: Getreide und Getreideernte. Die Schüler der 3. Klassen waren sehr wissbegierig und interessiert. Leider können wir aus Datenschutzgründen kein Foto auf unseren Seiten veröffentlichen. Aber zum Beitrag der Grundschule können wir verlinken…
https://www.grundschule-callenberg.de/besuch-der-agrargenossenschaft-langenchursdorf-eg/#more-1284

[13.07.2021] Beginn der Ernte
Nachdem es am Wochenende weitere Niederschlägen gegeben hat, konnten wir heute Mittag mit dem Drusch der Wintergerste beginnen. Zeitgleich in Mülsen (siehe Erntefoto), in Lobsdorf und in Reichenbach waren unsere Mähdrescher unterwegs. Nun gilt es, die knappe Zeit bis zum nächsten Regen zu nutzen. Weitere Kulturen sind erntereif. So folgen die Saatgutvermehrungsgräser und darüber hinaus im Bereich Mülsen die Winterrübsen, welche auch als Saatgutvermehrung angebaut werden. Von unseren Berufskollegen werden Winterrübsen bzw. deren Saatgut im Rahmen ihres Zwischenfruchtanbaus benötigt. Sie gehören zur Familie der Kreuzblütler und sind enge Verwandte vom Raps, wie man unschwer auf dem zweiten Foto erkennen kann.

[07.07.2021] Kartoffelumschaghalle
Am vergangenen Donnerstag wurden ca. 285 m³ Beton in unsere zukünftige Kartoffelumschlaghalle eingebaut. Somit sind wir unserem Ziel, die Halle Ende August 2021 in Betrieb zu nehmen, ein Stück näher gekommen. Viele Unwägbarkeiten im Bauablauf, ob Corona, Behördenauflagen oder Materialmangel haben uns in den vergangenen Monaten begleitet. Einen besonderen Dank gilt dem Baugeschäft Weber, mit der wir schon seit vielen Jahren zusammenarbeiten.
Die Realität: Baupreise + 85% und Kartoffelpreise -30%! Der Treibstoff für unsere Traktoren ist um 45% teurer als vor 4 Monaten. 
Liebe Verbraucher der regional erzeugten Kartoffeln, habt Ihr etwas von dieser Preissteigerung an der Ladentheke gespürt? Auswirkungen in der Bilanz von Lidl, Kaufland oder Aldi werden wir nicht bemerken? Aus der Sicht dieser Händler stimmt der Preis. Wir und alle Landwirte werden die Kosten zum Allgemeinwohl übernehmen müssen.

[04.06.2021] Geschafft: 1.Schnitt Feldgras und Kartoffeln
In der vergangenen Woche konnten wir unseren 1. Schnitt vom Feldgras einfahren. Gutes Futter für unsere Rinder wurde in die Silos von Langenchursdorf, Mülsen und Neukirchen eingelagert. Das Wetter hat endlich mit dem Monatswechsel  „gehalten“ und uns keinen Strich mehr durch die Ernte gemacht. Nahtlos geht es nun auf unseren Wiesen und Grünlandflächen weiter. Die letzten Vermehrungskartoffeln wurden heute in Neukirchen gelegt. Die Kartoffeln bauen wir für die Katzensteiner Agrar GmbH in Zwönitz an. Damit sind die letzten Kartoffeln 2021 „historisch“ spät in den Boden gekommen. Bisher war für uns der späteste Legetermin der 21. Mai im Jahr 2013. Die Niederschlagemenge im Mai, gemessen an der Wetterstation in Callenberg, lag bei über 100 Liter (!). Der Durchschnitt für den Monat Mai beträgt ca. 65 Liter für unsere Region.
Unser Bild wurde in der Siloanlage in Neukirchen aufgenommen.

[20.05.2021] Pflanzenschutz
Unser Foto wurde vor einigen Tagen kurz vor 22 Uhr aufgenommen und zeigt einen Blick aus unserem Pflanzenschutz- Selbstfahrer bei der Spritzung im Raps. Wir zeigen das Bild, um etwas klarzustellen. Wir spritzen nicht extra wenn es dunkel wird, um etwas zu verbergen. Und warum dann in den Abendstunden?  Die Aktivität der Bienen nimmt gegen Abend deutlich ab, bis der „Bienenflug“ faktisch zum Erliegen kommt. Dann können wir für die Bienen ungefährlich die Rapspflanze gegen Pilzbefall (Sklerotinia) behandeln und schützen.

[08.05.2021] Besonderer Dank!
Derzeit nutzen wir jede Minute, um unsere Saat und die Kartoffeln in den Boden zu bringen. Die Flächenleistung ist dabei von unserem Kartoffelanbausystem abhängig. Die Dämme werden vor dem eigentlichen Legen der Kartoffeln aufwändig gesiebt und gefräst. Einige Berufskollegen, welche auch Friweika eG Mitglieder sind, haben ihre Kartoffeln bereits im Boden. Einer davon hilft uns mit seinem gesamten Legesystem (Fräse im Frontanbau, Schlepper und Legemaschine) derzeit aus, indem er uns seine Technik zur Verfügung stellt. (Fendt links unten im Bild). An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Stefan und die Fam. Harnisch vom Harnisch Hof in Harthau, für die tolle Unterstützung. Schön, dass man auf seine Berufskollegen zählen kann!

[26.04.2021] zweiter Start der Frühjahrsarbeiten
Fast vier Wochen sind vergangen, seit wir vom Beginn der diesjährigen Bodenbearbeitung berichtet haben. Witterungsbedingt mussten seitdem die Arbeiten pausieren. Seit dem Wochenende sind wir wieder auf den Feldern unterwegs. Bodenbearbeitung und Saatbettbereitung, Aussaat von Gerste, Vermehrungsgras, Soja und Lupine, Legen von Rüben, Mais und Kartoffeln, Pflanzenschutz, Düngung und in einigen Tagen der erste Futterschnitt, viel Arbeit in den kommenden Wochen.
Im Bild: Saatbettbereitung nach Winterzwischenfrucht in Neukirchen  

[09.04.2021] Das ganze Ausmaß der Bürokratie oder mangelnde Wertschätzung?
Seit einigen Jahren ist die Gebühr, welche für die Reinigung von öffentlichen Straßen erhoben wird, ein Ärgernis für uns und unsere Berufskollegen. Ein krasses Beispiel wollen wir hier zeigen. Die markierte Fläche ist als extensives Grünland auf ganzen 0,38 ha landwirtschaftlich nutzbar und liegt zwischen einem Wohngebiet und einem Gewerbegebiet. Unsere Aufwendungen für das Allgemeinwohl (1 Schnitt und Freihalten der Fläche) würdigt der Verpächter mit einem Pachtansatz von 9,44 €. Danke!
Unser Verpächter ist eine Kommune und selbige hat eine kommunale Straßenreinigungsfirma. Diese erzeugt einen Gebührenbescheid und stellt die Straßenreinigung dem zuständigen Flächenamt der Kommune in Rechnung. Das Amt wiederum reicht die Rechnung an den Pächter zur Zahlung weiter. In unserem Beispiel sind das 175,46 € für die wöchentliche Reinigung von 62 m Straße. Wohlgemerkt, wir mähen die Fläche einmal im Jahr, mulchen am Jahresende und sollten wir bei diesen Arbeiten die Straße verschmutzen sind wir als Verursacher laut STVO zur sofortigen Reinigung verpflichtet. Ein Widerspruch wurde eingelegt, welcher in diesem Fall noch bearbeitet wird. In den anderen Fällen erfolgte eine Ablehnung. Wir werden diese Fläche zukünftig nicht mehr pachten und die Kommune sollte zur Pflege und Erhaltung der Fläche eine europaweite Ausschreibung durchführen. In die entstehenden Flächenpflegekosten werden die Gebühren gleich mit einkalkuliert. Letztendlich bezahlt dann das Amt bzw. der Steuerzahler die Pflege und die Gebühren für die kommunale Straßenreinigungsfirma gleich mit…

[29.03.2021] Beginn der Frühjahrsarbeiten
Im Bereich Callenberg konnten wir heute mit der Bodenbearbeitung für die Frühjahrsbestellung beginnen. In Mülsen sind wir schon seit der vergangenen Woche auf den Feldern aktiv. Wir sind dankbar über jeden Tropfen Wasser. Nach dem Regen können wir nun mit den Arbeiten starten. Es müssen einige hundert Hektar Sommergeste, teilweise mit Vermehrunguntersaat, Lupine und Soja in den Boden. Bis die ersten Kartoffeln gelegt werden, wird es noch einige Tage dauern.
Das Bild wurde in der Gemarkung Tirschheim beim Umbruch der Zwischenfrucht  aufgenommen.

[13.03.2021] Feuerwehreinsatz
Das auf den bestellten Feldern herumgefahren und Müll am Wegrand abgelagert wird, ist bekannt. Am Sonnabendmorgen haben wir in dieser Beziehung eine neue Qualität erreicht. Über 20 Einsatzkräfte und mehrere Löschfahrzeuge der umliegenden freiwilligen Feuerwehren wurden zu einer Brandbekämpfung an die Bahntrasse der ehemaligen Nickelbahn in der Gemarkung Grumbach gerufen. Was war geschehen? Dung aus einer privaten Tierhaltung, Heckenverschnitt, Koniferenäste und Kompost  wurden wild in den Bahndamm gekippt und haben sich vermutlich selbst entzündet. Schlimmeres konnte verhindert werden, da eine Anwohnerin beherzt den Notruf gewählt hat. Die Polizei ermittelt. Vielen Dank an die Feuerwehr!

[15.02.2021] Titelseite
Ein Foto unserer Aussaatkombination für einen Beitrag über Sommerkulturen hat es auf die Titelseite der Bauernzeitung geschafft. Statt Sommerweizen (wie im Beitrag geschrieben) war jedoch Sommergerste im Anbau. Nachdem unser Kollege aus Neukirchen gesät hatte, erfolgte die zweite Überfahrt mit der Kombination aus Callenberg und Wiesenschwingel wurde direkt als Untersaat eingesät. Aufgenommen wurden die Bilder von „Luftbilder_hd“.

[05.02.2021] Winterarbeiten
Es gibt auch im Winter viel zu tun. In den kommenden frostigen Tagen werden wir bei tragfähigem Boden weiter die Waldränder und Hecken verschneiden. Das Holz und die Äste, Arbeit von einigen Wochen, werden innerhalb weniger Stunden gehäckselt und zum Heizkraftwerk nach Zwickau gefahren.

[29.01.2021] regionale Landwirtschaft
Für die Weiterverarbeitung vorgesehen sind die Kartoffeln, welche wir derzeit direkt vom Lager in Callenberg zur Friweika nach Weidensdorf fahren. Abgesackt, wie im Bild, oder zu Kloßteig veredelt, auf alle Fälle regional von hier. Der 11-stellige Zahlencode (00330040295) auf der Banderole gibt unter https://friweika.de/chargenverfolgung/ Aufschluss über den Lebenslauf der Knollen.

[22.01.2021] Unvernunft oder zu viel Freizeit?
Fahrzeuge oder Quads, die durch den Schnee pflügen und Reifen ziehen, SUV die sich durch den Acker furchen – in den letzten Wochen keine Seltenheit. Selbst „Gassi“ fährt man heutzutage per Quad und angeleinten Hund über das Feld. Anscheinend habe die Leute zu viel Freizeit und sind nicht ausgelastet. Ein SUV Fahrer wollte in Falken die Umleitung einsparen und bog aufs Feld in eine Fahrgasse ein. Nach geschmolzener Schneedecke eine ausgezeichnete Idee! Dem Wunsch nach Fahrzeugbergung sind wir nicht nachgekommen. Wir gehen davon aus, dass der ADAC -Abschleppdienst teuer genug war, um einen nachhaltigen Lerneffekt auszulösen.

[08.01.2021] Neubezug
Vor zwei Tagen haben die ersten Jungrinder ihr neues Domizil bezogen. In den vergangenen Wochen haben unsere Kollegen beste Bedingungen für eine optimale Jungrinderaufzucht in der Stallanlage „Am Graurock“ der Mülsener Markfrucht und Milchgut GmbH geschaffen. Viel Platz, reichlich Luft und Stroh sorgen für gute Bedingungen für unsere zukünftigen Milchkühe.

 

Den Jahresverlauf des vergangenen Jahres finden Sie unter der Rubrick „Rückblicke“, wo auch die vergangenen 8 Jahre unserer Firmengeschichte gespeichert sind. Sie können auch auf den folgenden Link klicken Jahresverlauf 2020